Fritteusen Kaufberatung: Heißluft oder klassisch mit Öl?

Ob beliebte Klassiker wie Pommes Frites, Chicken-Nuggets und Schnitzel oder kulinarische Köstlichkeiten wie Karpfen, frittierte Erdbeeren oder gebackene Bananen: Mit einer Fritteuse lassen sich zahlreiche unterschiedliche Leckereien zubereiten.

Die Fritteuse gehört zweifelsohne zu den beliebtesten Küchengeräten, doch wer mit einer Anschaffung liebäugelt, steht unweigerlich vor der Frage, ob es eher eine klassische Öl-Fritteuse oder eine moderne Heißluftfritteuse sein soll.

Wir werfen einen Blick auf die Vor- und Nachteile dieser beiden Küchengeräte-Arten und geben Ihnen eine Orientierungshilfe für Ihre Kaufentscheidung.

Fritteuse
Abbildung 1: Mal schnell ein paar leckere, knusperbraune Pommes zaubern? Das geht sowohl mit der klassischen Öl-Fritteuse als auch einer modernen Heißluftfritteuse.

Bei einer herkömmlichen Fritteuse wird Öl von einem Heizelement erhitzt, das der Benutzer mithilfe eines Thermostats bedienen kann. Durch das erhitzte Öl werden die Speisen relativ schnell frittiert – ihnen wird das Wasser entzogen und sie gewinnen mit zunehmender Temperatur an Knusprigkeit und erhalten ein goldbraunes Aussehen. Das eingesetzte Öl als Geschmacksträger sorgt für den typischen Geschmack von Frittiertem, den viele Menschen mögen.

Bei der Heißluftfritteuse hingegen wird kein Öl, sondern heiße Luft zum Erwärmen der Speisen genutzt. Dieses Küchengerät ist von der Funktionsweise mit einem Umluftbackofen vergleichbar, allerdings wirken hier noch höhere Temperaturen.

Wie bei der klassischen Fritteuse wird den Speisen Wasser entzogen; gleichzeitig werden sie trockener, heisser Luft ausgesetzt, die aus einem integrierten Ventilator stammt. Dadurch werden die Speisen letztlich goldbraun und knusprig.

Der wesentliche Unterschied beider Küchengeräte liegt also im Einsatz bzw. Fehlen von Öl. Da bei der Heißluftfritteuse kein Öl (oder nur etwas zugefügtes) zum Einsatz kommt, schmecken die frittierten Speisen nicht ganz so intensiv wie bei der Zubereitung in der klassischen Fritteuse.

In Zeiten, in denen das Ernährungsbewusstsein eine immer wichtigere Rolle spielt, nehmen viele Menschen diesen Umstand aber gerne in Kauf, weil die Speisen dann natürlich auch viel weniger Fett enthalten. Durch den Verzicht auf Öl entstehen bei einer Heißluftfritteuse auch keine unangenehmen Fettgerüche.

Außerdem kann dieses Küchengerät leichter gereinigt werden und es ist vielseitiger einsetzbar. Eine Heißluftfritteuse kann Speisen nämlich nicht nur frittieren, sondern auch backen und grillen.

Öl-Fritteuse
Abbildung 2: Die Öl-Fritteuse ist nach wie vor sehr beliebt in deutschen Haushalten. Mit ihr lassen sich Pommes, Schnitzel oder Chicken-Nuggets im Handumdrehen frittieren.

Klassische Fritteusen zeichnen sich im Vergleich zur Heißluftfritteuse durch eine sehr kurze Zubereitungszeit aus. Letztere brauchen mitunter drei- oder viermal so lange, bis die Speisen knusprig und fertig zum Verzehr sind. Durch den Einsatz von Öl erlangen die Speisen bei der Zubereitung in der klassischen Fritteuse einen intensiven Geschmack.

Nachteilig bei einer herkömmlichen Fritteuse ist eine mitunter aufwendige Reinigung, denn die Öle müssen öfter gewechselt werden. Der typische Geruch nach Frittierfett bleibt bei der Verwendung der klassischen Fritteuse natürlich auch nicht aus. Außerdem ist ihr Gebrauch mit gewissen Risiken behaftet, da sich das Öl unter Umständen entzünden kann.

Öl-Fritteuse

Vorteile
  • typischer intensiver Geschmack durch den Geschmacksträger Öl
  • kurze Zubereitungszeiten
  • leichte Handhabung
  • günstige Anschaffungskosten
Nachteile
  • Speisen enthalten viel Fett
  • mitunter aufwendige Reinigung erforderlich
  • regelmäßiger Wechsel des Öls erforderlich
  • regelmäßiger Wechsel des Öls erforderlich
  • beim Gebrauch von erhitztem Öl ist stets Vorsicht geboten

Da beim Einsatz der Heißluftfritteuse das Öl fehlt oder nur in geringem Maße zugefügt wird, ist das Frittieren mit diesem Gerät um einiges gesünder. Die Speisen sind wesentlich fettärmer, können dafür aber keinen so intensiven Geschmack aufweisen wie bei der Zubereitung in der klassischen Fritteuse.

Dennoch schmecken in der Heißluftfritteuse frittierte Lebensmittel gut - wer denkt, er müsse hier große Abstriche beim Geschmack machen, sollte vor dem Kauf vielleicht einmal bei Freunden oder Bekannten austesten, wie verschiedene Speisen schmecken, die mit einer Heißluftfritteuse zubereitet werden.

Heißluftfritteusen arbeiten nahezu geruchsarm und lassen sich leicht reinigen. Außerdem sind sie vielseitiger zu verwenden als klassische Modelle, weil damit zum Beispiel auch Gemüse gegrillt oder Brot gebacken werden kann. Durch das Fehlen von Öl ist der Gebrauch des Weiteren sicherer, sodass Sie auch größere Kinder guten Gewissens damit frittieren lassen können.

Heißluftfritteuse

Vorteile
  • ermöglicht die Zubereitung fettarmer Speisen
  • keine oder nur geringe Geruchsentwicklung
  • einfache und sichere Handhabung
  • leichte Reinigung
  • vielseitig verwendbar, auch zum Grillen oder Backen
Nachteile
  • Geschmack nicht ganz so intensiv wie bei der klassischen Fritteuse
  • ängere Zubereitungszeiten
  • etwas teurer in der Anschaffung

Da beide Küchengeräte ihre Vor- und Nachteile haben, ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, welchem Sie den Vorzug geben. Wer sich ab und zu etwas Leckeres aus der Fritteuse gönnen und dabei keinerlei geschmackliche Abstriche machen möchte, der dürfte zum klassischen Modell tendieren.

Gesundheitsbewusste Verbraucher, die viel Wert auf eine fettarme Ernährung legen, werden hingegen eher zur Heißluftfritteuse greifen. Eine gute Idee ist die Anschaffung einer Fritteuse aber auf jeden Fall - sowohl mit dem klassischen Modell als auch mit der Heißluftfritteuse lassen sich relativ schnell und einfach viele leckere Speisen zubereiten. 

Wer sich für eine klassische Fritteuse mit Öl entschieden hat, stellt sich nun natürlich die Frage, auf welche Aspekte er beim Kauf achten sollte. Folgende Kaufkriterien sind bei einer Fritteuse mit Öl wichtig:

Die Wattleistung sagt aus, wie schnell die Fritteuse das Öl erhitzt und die Speisen knusprig frittiert. Normale Fritteusen, die für die meisten Zwecke absolut ausreichend sind, arbeiten in der Regel mit 1200 bis 1500 Watt. Größere Fritteusen haben einen Leistungswert von mindestens 2200 Watt. Daneben gibt es Mini-Fritteusen, die schon mit 1000 Watt auskommen.

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Aus Sicherheitsgründen sollten Sie nie mit Temperaturen über 175 Grad frittieren, damit keine unerwünschten Stoffe wie Acrylamid entstehen.

Die Größe und das Fassungsvermögen der Fritteuse hängt davon ab, für wie viele Personen Sie damit Speisen zubereiten wollen. Für Zwei- oder Dreipersonenhaushalte reichen normale Fritteusen mit einem Fassungsvermögen von einem bis zwei Litern Öl und einer Leistung von 1200 bis 1500 Watt aus.

Damit Ihnen eine regelmäßige mühevolle Reinigung erspart bleibt, sollten Sie schon vor dem Kauf darauf achten, dass die Fritteuse bestimmte Eigenschaften besitzen, die die Reinigung erleichtern. Gut ist es, wenn die Fritteuse bzw. ihre Einzelteile für die Reinigung im Geschirrspüler sind.

Eine Antihaftbeschichtung ist ebenfalls von Vorteil und auch ein Geruchsfilter ist nicht zu verachten. Manche teureren Modelle besitzen außerdem clevere Extras, wie etwa einen Ölablassschlauch, die Reinigung und Handhabung erleichtern.

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Haben Sie sich für eine Heißluftfritteuse entschieden, gibt es ebenfalls ein paar wichtige Kaufkriterien, auf die Sie achten sollten. Im Prinzip handelt es sich um dieselben wie bei der klassischen Fritteuse.

Damit die Speisen relativ schnell lecker und knusprig in der Heißluftfritteuse werden, ist eine ausreichende Wattleistung erforderlich. Für normale Ansprüche sollten es schon ungefähr 1800 bis 2000 Watt sein. Die Temperatur sollte sich zwischen 40 und 200 Grad einstellen lassen. Außerdem sollte die Fritteuse über verschiedene Programme zum Frittieren, Backen und Grillen verfügen.

Die Wahl der Größe der Heißluftfritteuse sollte sich danach richten, wie viele Personen in Ihrem Haushalt damit versorgt werden sollen. Für Familien mit drei bis vier Mitgliedern ist ein Fassungsvermögen von mindestens zwei Litern empfehlenswert, für Alleinlebende dürfte auch eine Kapazität von einem Liter ausreichend sein.

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Spülmaschinengeeignete Einzelteile, ein Geruchsfilter und Eigenschaften wie ein integrierter Spritzschutz sorgen für eine saubere, angenehme Handhabung. Praktisch ist auch eine Cool-Touch-Funktion - dabei handelt es sich um ein gut isoliertes Gehäuse, das kühl bleibt, auch wenn die Fritteuse auf Hochtouren läuft.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © sutthisak
  • Abbildung 2: adobe.com © david