Brotbackautomat richtig einsetzen: So vermeiden Sie typische Fehler

Frisch gebackenes Brot schmeckt Ihnen einfach am besten? Wenn Sie keine Lust haben, teures Bäckerbrot zu kaufen, wäre ein Brotbackautomat eine Alternative. Aber auch für gesundheitsbewusste Menschen, die gerne einen frisch gepressten Saft aus dem eigenen Entsafter einem Kauf beim Discounter vorziehen, ist die eigene Herstellung von Brot mit gesunden Zutaten eine willkommene Alternative.

Damit dieser Ihr Brot wie gewünscht backt, sind einige Dinge zu beachten. Lesen Sie hier mehr zu den typischen Fehlern, die beim Brotbacken mit einem Automaten häufig gemacht werden.

Brot backen
Abbildung 1: Mit einem modernen Brotbackautomaten kann jeder zum Bäcker werden und sein eigenes Brot herstellen.

Kommt das Brot fertig aus dem Brotbackautomaten, sieht aber ganz anders aus als erwartet? Zu hart oder weich, kaum aufgegangen oder es fehlt die schöne Kruste wie beim Bäcker - die Ursachen dafür sind oft ganz unterschiedlicher Natur. In den meisten Fällen liegt es an der fehlerhaften Bedienung des Brotbackautomaten, manchmal aber auch einfach an der
Zusammensetzung des Teiges.

Die häufigsten Makel sind folgende:

  • Teig geht zu stark auf, Brotbackautomat läuft über
  • Brot ist in der Mitte eingefallen
  • Kruste ist nicht knusprig, sondern weich
  • Brot ist insgesamt zu klein, zu hart, zu feucht oder zu trocken
  • Brot lässt sich schlecht schneiden, zerbröselt oder zerreißt
  • intensiver Geruch nach Hefe
  • Brot schmeckt nach nichts (geschmacksneutral)

Im Backautomat bereiten Sie viele verschiedene Brotvarianten selbst zu. Zum Beispiel ein leichtes Weißbrot, ein gehaltvolles Vollkornbrot oder klassisches Weizen- und Roggenbrot. Neben den Standardbroten können Sie im Brotbackautomat natürlich auch kreative Varianten backen, sogar besonders herzhafte Varianten sind möglich.

Fügen Sie dem Grundteig zum Beispiel folgende Zutaten zu:

  • Rosinen
  • Nüsse (z. B. Hasel- oder Walnüsse)
  • Kerne (z.B. Sonnenblumen- oder Kürbiskerne)
  • Sesam
  • Leinsamen
  • Mohn
  • Zwiebeln
  • und viele weitere
Brotbackautomat Zutaten
Abbildung 2: Oft entscheiden neben dem Teig die Zutaten über Geschmack und Qualität des selbst hergstellten Brotes.

Tipp: Wenn Sie dem Teig feuchte Zutaten wie etwa Zwiebeln hinzugeben, ist es wichtig, dass Sie etwas weniger Wasser verwenden. Sonst wird das Brot insgesamt zu feucht und schmeckt nicht mehr lecker. Bei den trockenen Zutaten wie Kernen und Nüssen sollten Sie nur wenige verwenden. Zu viele Kerne oder Nüsse sorgen dafür, dass sich das Brot schlecht schneiden lässt. Probieren Sie bei der Menge der Zutaten ein wenig aus, bis Sie Ihre Lieblingsmischung gefunden haben.

Viele Fehler beim Brotbacken sind vermeidbar, wenn Sie einige wichtige Regeln sowie die Bedienungsanleitung des Brotbackautomaten beachten.

In vielen Fällen liegt es an dem Mischverhältnis der Zutaten, wenn Ihnen Ihr Brot nicht gelingt. Zu viel Wasser, zu wenig Hefe oder zu viel Mehl - stimmt das Verhältnis nicht, wird aus dem Brot aus dem Automaten nichts. Wenn Sie sich unsicher in der Zusammenstellung der Backzutaten sind, ist für den Anfang eine Brotbackmischung die bessere Wahl. Bei diesen stimmt das Verhältnis von Mehl und Hefe. Sie müssen nur noch die angegebene Menge Wasser hinzugeben.

Hinweise zur optimalen Backdauer speziell für das Backen in Brotbackautomaten sind meist auf der Verpackung der Backmischung zu finden. Da jeder Brotautomat andere Backprogramme hat, kann es aber dennoch sein, dass Ihnen das Brot trotz optimaler Mischverhältnisse nicht gelingt. Hier müssen Sie mit der Zugabe der Wassermenge und den Programmen variieren, bis es passt.

Sind Sie schon etwas erfahrener im Mischen von Backzutaten, können Sie natürlich auch nach eigenen Rezepten backen.

Tipp: Alternativ zum Brotbacken eignet sich der Brotbackautomat übrigens auch für die Zubereitung von süßen Backwaren wie etwa Hefe- und Rosinenbrote.

Wird Ihr Brot zu fest, fehlt dem Teig einfach Flüssigkeit. Auch wenn die Menge im Rezept so angegeben ist, kann sie vielleicht für Ihren Brotbackautomaten zu wenig sein. Nicht alle Automaten arbeiten mit der gleichen Temperatur. Auch die Programmvielfalt variiert, sodass es beim Backergebnis zu Unterschieden kommen kann. Geben Sie beim nächsten Versuch einfach etwas mehr Wasser hinzu.

Haben Sie zu viel Hefe, Wasser oder Mehl in den Brotbackautomaten gefüllt, kann es passieren, das der Teig zu stark aufgeht und dann überquillt. Läuft der Teig aus dem Gerät, sollten Sie es sofort abstellen und den Teig entfernen. Ist zu viel Hefe im Brot, kann es nach dem Backen stark nach Hefe riechen.

Wenn das Brot nach nichts schmeckt oder nicht richtig aufgegangen ist, kann es sein, dass Sie wichtige Zutaten vergessen haben. Damit ein Brot aufgeht, ist Hefe wichtig. Fehlt diese, bleibt das Brot sehr klein und hart und lässt sich nur noch mit der Kraft eines elektrischen Allesschneiders in Scheiben schneiden.

In jeden Brotteig gehört außerdem etwas Salz. Fehlt dieses, schmeckt der Teig fade. Hier einfach die Salzmenge beim nächsten Mal erhöhen.

Wird der Teig bei der Zubereitung nicht gut geknetet, wird das Gluten aus dem Mehl nicht ausreichend aktiviert. Das Brot geht nicht richtig auf, es bleibt klein und wird beim Backen sehr hart. Zu viel kneten ist ebenfalls nicht förderlich, da dadurch die Eiweißstrukturen des Glutens wieder zerstört werden. Im Idealfall lässt sich der fertig geknetete Teig leicht auseinanderziehen, reißt aber nicht dabei.

Auch die zugeführte Wärme ist wichtig. Die Hefe gärt bei Temperaturen zwischen 32 und 37 Grad. Die meisten Brotbackautomaten stellen diese Temperaturen automatisch ein. Geht der Teig dennoch nicht richtig auf, ist ein Wechsel des Backprogramms empfehlenswert.

Tipp: Falls die Zubereitung des Teiges mit dem Brotbackautomaten nicht richtig gelingen möchten, kann dieser Schritt auch mit einer Universal-Küchenmaschine und entsprechenden Zubehör (Knethaken) oder einem kräftigen Handrührer erfolgen. I.d.R verfügen insbesondere Küchenmaschinen über mehr Kraft und kommen auch mit schwergängigen Hefeteigen gut zurecht.

Es gibt eine Vielzahl an Backautomaten, die jeweils mit unterschiedlich vielen Programmen ausgestattet sind. Während die einen nur drei Stufen (normal, Weißbrot, Vollkorn) haben, gibt es bei anderen deutlich mehr Backprogramme. Je individueller das Programm auf Ihre Brotvariante zugeschnitten ist, desto perfekter wird das Ergebnis.

Knuspriges Brot
Abbildung 3: Die automatischen Backprogramme des Brotbackautomaten helfen bei der Herstellung des eigenen Brotes.

Wird die Kruste nicht knusprig, sondern weich, lässt sich durch die Verlängerung der Backzeit ein besseres Ergebnis erzielen. Ist die Kruste dagegen zu dunkel und hart, sollten Sie eine kürzere Backzeit einstellen.

Auch innen kann das Brot die falsche Konsistenz haben. Ob zu feucht oder zu trocken - variieren Sie Wassermenge und Backzeit, damit das Brot nicht nur von außen, sondern auch von innen perfekt gelingt. Das Brot ist von innen sehr klebrig, wenn die Backzeit zu kurz war. Eventuell war aber auch der Teig zu flüssig.

Wenn Sie den Deckel vom Brotautomat zu früh öffnen, kann der Teig in sich zusammenfallen. Das Gleiche passiert auch, wenn Sie den Backofen öffnen, obwohl das Brot noch nicht fertig ist. Fällt der Teig zusammen, wird das Brot anschließend keine nach oben gewölbte Kruste bekommen, sondern in der Mitte eine unschöne Kuhle bilden. Halten Sie also den Deckel so lange geschlossen, bis der Backautomat das Signal zum Programmende gibt.

Wenn Sie gerne den Teig beim Aufgehen und Backen beobachten möchten, empfiehlt sich ein Brotbackautomat mit Sichtfenster. Hier sehen Sie jederzeit, wie Ihr Brot gerade aussieht und kommen nicht in Versuchung, den Deckel zu früh zu öffnen.

Tipp: Ein leckeres Brot mit knuspriger Kruste bekommen Sie, wenn Sie den Teig nach dem Aufgehen oben einschneiden. Damit verhindern Sie, dass das Brot an den falschen Stellen einreißt. Sie können den Teig oben in einem gewünschten Muster einschneiden, zum Beispiel mit einem quer verlaufenden Schnitt.

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Alte Backmischungen sind ebenfalls oft ein Problem für missratene Brote. Ist die Packung schon lange abgelaufen, kann es passieren, dass der Teig nicht ordentlich aufgeht. Je nach Alter der Backmischung kann sich sogar der Geschmack nachteilig verändern. Achten Sie daher immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum der Backmischung oder bereiten Sie die Mischung aus
frischen Zutaten selbst zu.


Bildnachweise:

  • Abbildung 1: adobe.com © tanja-wilbertz
  • Abbildung 2: adobe.com © daniel-krason
  • Abbildung 3: adobe.com © iriana-shiyan