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Hier werden einige lustige Experimente beschrieben, die man mit einer Mikrowelle anstellen kann. Die meisten Effekte sind recht spektakulär. Wenn man zum ersten Mal davon hört, kann man es kaum glauben, bis man es selbst probiert.

Für diese Experimente nutzt man am besten eine alte Mikrowelle. Die ist zum einen nicht so teuer, falls sie doch einmal kaputtgehen sollte und zum anderen haben die alten Geräte normalerweise keinen rotierenden Teller, so dass man besser sieht, was passiert. Den Teller bei neueren Mikrowellen kann man allerdings auch entfernen, dann geht es auch.



Mikrowelle Test 1: Alte CDs oder CD-ROMs

Risiko: 4 von 5

Was man dazu braucht: Eine alte CD oder CD-R ein Glas o.ä. zur Stabilisierung

Kurzbeschreibung: CDs bzw. CD-Rs in der Mikrowelle ergeben coole Lichteffekte und interessante Strukturen auf der Metallschicht. Achtung: Die CD ist hinterher kaputt!

Beschreibung:
Nehmen Sie eine alte CD und stellen Sie sie aufrecht in die Mikrowelle. Das geht am einfachsten, wenn man sie gegen ein Glas oder eine Tasse lehnt. Achtung, verwenden Sie keine Metallgegenstände als Halterung! Wenn man jetzt die Mikrowelle einschaltet, gibt es coole Lichteffekte zu bewundern.

Auf der Metallschicht der CD entsteht dabei ein charakteristisches Muster – je nachdem, ob man eine normale silberne CD oder eine grüne, goldene oder blaue CD-R benutzt. Die dabei entstehenden Gase sollten nicht eingeatmet werden! Also nachher gut lüften! Es ist zwar relativ offensichtlich, aber sicherheitshalber sage ich es noch dazu: Die CD ist hinterher nicht mehr einsatzfähig!


Mikrowelle Test 2: Hölzerne Zahnstocher oder Streichhölzer

Risiko: 3 von 5

Was man dazu braucht: Einen hölzernen Zahnstocher (oder ein Streichholz), eine Kugelschreiber-Kappe aus Plastik oder ein Korken, ggf. eine Glasschüssel für Extra-Effekte

Kurzbeschreibung: Von der brennenden Spitze des Zahnstochers steigen coole Feuerbälle auf. Achtung: Schmelzgefahr!

Beschreibung:
Bei diesem Experiment wird ein Zahnstocher aus Holz aufrecht in die Mikrowelle gestellt und angezündet, so dass er langsam herunter brennt. Am einfachsten ist es, den Zahnstocher in den Plastik-Clip(kein Metall!) einer Kugelschreiber-Kappe o.ä. zu stecken. Alternativ kann man auch einen Korken verwenden. Statt des Zahnstochers kann man auch einen Streichholz nehmen, doch das gibt weniger spektakuläre Effekte. Jetzt den Zahnstocher anzünden und die Tür schließen. Woah, Überraschung - damit hätte keiner gerechnet, oder? Aus dem Zahnstocher steigen gelbe, orange, grüne und blaue Feuerbälle nach oben.

Dabei wird die Mikrowelle im Inneren natürlich an einigen Stellen schwarz, aber normalerweise sollte sich das leicht reinigen lassen. Passen Sie auf, dass die Plastik im Inneren nicht schmilzt. Die Flamme muss nicht groß sein, um schöne Feuerbälle zu kreieren. Allerdings muss man manchmal erst die richtige Position innerhalb der Mikrowelle finden – meistens sehr mittig.

Wer eine Glasschüssel über den Zahnstocher stülpt, sieht zuerst einen sehr hellen Blitz. Danach gibt es einen tollen Plasma-Feuerball innerhalb der Schüssel, viel stabiler als ohne!


Mikrowelle Test 3: Glühbirnen, Leuchtstofflampen o.ä.

Risiko: 2 von 5

Was man dazu braucht: Eine Glühbirne (nicht zu klein, aber gern auch kaputt), eventuell eine kleine, mit Wasser gefüllte Glasschüssel

Kurzbeschreibung: Das Gas in der Glühbirne macht macht schöne Leuchteffekte – bis sie explodiert.

Beschreibung:
Für dieses Experiment brauchen Sie eine Glühbirne - wenn sie schon durchgebrannt ist, macht das nichts, aber das Glas muss intakt sein, denn nur dann ist noch Gas drin. Kleinere Glühbirnen funktionieren nicht so gut, einen schönen Effekt gibt es mit einer 230 Volt / 60 Watt-Birne – leider findet man die heute kaum noch. Man glaubt kaum, was man da zu sehen bekommt: Die Glühbirne leuchtet in allen Farben! Früher oder später wird sie jedoch explodieren, also gilt es aufzupassen: Man sollte das Experiment erst einmal nicht länger als 10 Sekunden probieren. Dann die Lampe wieder abkühlen lassen und noch einmal. Bei der Explosion hält die Tür die Scherben ab, die in der Regel weiter auch innerhalb der Mikrowelle keine Schäden anrichten.

Von mehreren Seiten gab es den Tipp, die Glühbirne in eine Schüssel voll Wasser zu legen, damit sie nicht so heiß wird und letztlich explodiert. Das funktioniert, doch dann erhält sie auch nicht so viel Energie und leuchtet nicht so hell wie ohne Wasser.


Mikrowelle Test 4: Alufolie

Risiko: 3 von 5

Was man dazu braucht: Einen Streifen Stanniolpapier, ca. 22 cm lang und 1 cm breit, einen alten Glasteller o.ä. als Unterlage, Sichtschutz – bspw. eine Schweißermaske, SoFi-Brille o.ä.

Kurzbeschreibung: Der UV-Licht-Generator aus der Mikrowelle.

Beschreibung:
Biegen Sie den Streifen Stanniolpapier zu einem Ring und drehen Sie die Enden fest zusammen. Legen Sie den Folienring auf den Glasteller und stellen Sie beide für maximal 10-20 Sekunden in die Mikrowelle. Experimente mit Alufolie erfordern viel Energie und die Mikrowelle könnte sehr heiß werden, also lassen Sie das Gerät zwischen den einzelnen Sessions abkühlen, damit sie keinen Schaden nimmt. Auch die Folie wird sehr heiß und schmilzt in die Glasunterlage, wobei gleißend helles UV-Licht freigesetzt wird.

Wenn Sie keinen geeigneten Sichtschutz haben, sollten Sie lieber nicht direkt hinschauen!


Mikrowelle Test 5: Weihnachtsbaumkugel

Risiko: 2 von 5

Was man dazu braucht: Eine Weihnachtsbaumkugel mit metallischer Beschichtung.

Kurzbeschreibung: Ähnlich wie bei der CD, aber besser: eine glühende 3D-Kugel!

Beschreibung:
Wenn man eine Weihnachtskugel mit metallischer Beschichtung in die Mikrowelle legt, gibt es einen ähnlichen Effekt wie bei der CD, nur noch viel cooler! Statt einer leuchtenden Scheibe gibt es eine dreidimensionale glühende Kugel mit coolen Lichteffekten.


Mikrowelle Test 6: Seife

Risiko: 2 von 5

Was man dazu braucht: Ein Stück Seife, einen Teller als Unterlage.

Kurzbeschreibung: Eine lustige, etwas gruselige Verwandlung auf fünffache Größe.

Beschreibung:
Der Effekt mit einem Stück Seife in der Mikrowelle ist durchaus beeindruckend: In drei Minuten durchläuft das Seifenstück mehrere „Larvenstadien“ und wächst schließlich zu einem erfreulich gruseligen Schaumklops in fünffacher Größe empor. Plus: die Küche riecht intensiv nach Schaumbad!


Mikrowelle Test 7: Marshmallow

Risiko: 1 von 5

Was man dazu braucht: Einen Marshmallow – oder mehrere, einen Teller als Unterlage.

Kurzbeschreibung: Ähnlich wie bei der Seife, aber deutlich leckerer – pflopp, fünfmal so groß!

Beschreibung:
Wenn man einen Marshmallow in die Mikrowelle steckt, gibt es einen ähnlichen „Aufpuff“-Effekt wie bei der Seife. Innerhalb kurzer Zeit schwillt der weiche Schaumzucker zu einem deutlich größeren und merkwürdig flockigen Monster-Marshmallow. Extra Bonus: Den kann man hinterher essen und es ist ziemlich lecker. Für einen besonders lustigen Effekt kann man vorher auch mit Nutella ein Gesicht auf den Marshmallow malen.


Mikrowelle Test 8: Ei, ei, ei

Risiko: 2 von 5

Was man dazu braucht: Ein rohes Ei, ggf. eine verschließbare Plastikdose zur Schadensbegrenzung.

Kurzbeschreibung: Nichts, nichts, nichts - kawumm! Viel Spaß auch beim Saubermachen!

Beschreibung:
Zunächst sieht es nach nicht viel aus, das Ei liegt halt rum und wackelt höchstens etwas hin und her. Unter der Schale brodelt es schon gewaltig und dann – kawumm! – explodiert es in einer beeindruckenden Eiweiß-Bombe. Wer keine Lust hat, hinterher die gesamte Mikrowelle zu putzen, legt das Ei am Besten in eine fest verschließbare Plastikdose – zur Schadensbegrenzung.


Mikrowelle Test 9: Weintraubenplasma

Risiko: 2 von 5

Was man dazu braucht: Mehrere Weintrauben, ein scharfes Messer, einen Teller als Unterlage.

Kurzbeschreibung: Krasse Lichteffekte und beeindruckendes Knistern!

Beschreibung:
Für dieses Experiment ist etwas Geschicklichkeit gefragt: Zunächst gilt es nämlich, eine Weintraube mit einem scharfen Messer zu halbieren. Wichtig dabei ist, die Traube nicht vollständig durchzuschneiden, in zwei separate Hälften, sondern ein Stückchen Haut zwischen den beiden Halbkugeln intakt zu lassen. Danach wird die Traube mit den runden Seiten nach oben, und der glatten, geschnittenen Seite nach oben in die Mikrowelle gelegt. Dann einfach zurücklehnen und die tollen Lichtbögen und Feuerbälle genießen!

Am besten gleich mehrere Trauben aufschneiden - einige funktioniert, andere nicht.


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